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Hochelfen sind größer und schlanker als die meisten Menschen. Sie verfügen über spitze Ohren, eine bleiche Hautfarbe und elegante Gesichtszüge, die von langem goldenem oder ebenholzfarbenem Haar umflossen werden. Sie leben zahllose Jahrhunderte, und ein Blick in die Augen eines Hochelfen ist wie ein Blick in einen tiefen Brunnen magischen Wissens. Hochelfen haben ein distinguiertes, erhabenes Auftreten und tragen seidene Roben. Zu Kriegszeiten hüllen sie sich in glänzende Schuppenrüstungen und tragen hohe Helme, die vor Gold und Edelsteinen glitzern.

Jeder Hochelf weiht sein Leben der Perfektion einer bestimmten Kunst. Bei manchen handelt es sich dabei um die Kriegskunst, während andere zu außergewöhnlichen Handwerkern werden und wieder andere nach der Erforschung des alten Wissens streben und dabei ein Verständnis der Magie erlangen, dass das jedes Menschen weit übersteigt. Hochelfen sehen im Lernen und Studium eine der höchsten Bestrebungen und die ihre als die zivilisierteste aller Rassen. Ihre Sprache und Gestik sind sehr subtil, die simpelsten Zeichen und Mimik können komplexe Sachverhalte ausdrücken.

Ihr Heimatland ist Ulthuan, das Phönixkönig Finubar und die atemberaubend schöne Immerkönigin regieren. Bei diesem Land handelt es sich um eine grüne, magische Insel jenseits des Großen Ozeans weit im Westen der Alten Welt, auf der sich weiße Turmstädte in den Himmel recken. Die von den Elfen angebeteten Gottheiten beschützen Ulthuan - Asuryan, der Schöpfer, Vaul, der Handwerker, Isha, die Herrin der Fruchtbarkeit und der blutrünstige Khaine. Hochelfen schließen sich voller Stolz den mächtigen Heeren Ulthuans an und nehmen ihre Pflichten und ihre Verantwortung sehr ernst. Die Hochelfen sind keine sehr zahlreiche Rasse, und ihre Insel wird beständig von einem grausamen Feind bedroht - ihren verräterischen Brüdern und Schwestern, den Dunkelelfen.

Geschichte

Die Zivilisation Ulthuans reicht viele Jahrtausende in die Vergangenheit zurück, in eine Zeit, in der die Menschen nur primitive Wilde waren. Die frühesten Aufzeichnungen sprechen von einer Zeit, als das Kontinuum der Realität selbst zerfiel und das Chaos die Welt überwältigte. Phönixkönig Aenarion verdammte sich selbst, indem er das verfluchte Schwert Khaines führte, um die Dämonen zu bekämpfen, die über sein Reich herfielen. Die mächtigsten Elfenmagier beschworen einen Vortex, um die ungezügelte Magie des Chaos abzusaugen und die dämonischen Legionen zu schwächen, verdammten sich damit aber gleichzeitig, das Ritual für alle Ewigkeit zu erhalten. Der Sieg ging für einen grausamen Preis an die Elfen, und zu den Reihen der Tausenden Toten zählte auch Aenarion selbst.

Bel Shanaar folgte ihm als König nach. Während seiner Herrschaft begründeten die Elfen überall in der Bekannten Welt Kolonien und unterstützten die Zwerge dabei, den Einfluss des Chaos aus der Alten Welt zu vertreiben. Doch Malekith, der verderbte Sohn Aenarions, vergiftete Bel Shanaar und beanspruchte den Thron für sich. In einer Zeit, die als die Abspaltung in die Geschichte eingehen sollte, kämpften Brüder gegen Brüder, und Millionen mussten sterben. Malekith setzte schwarze Magie ein, um sich den Sieg zu sichern und wurde so zum Hexenkönig. Dennoch wurden er und seine Anhänger, die inzwischen zu Dunkelelfen geworden waren, besiegt und mussten in die Neue Welt fliehen, wo sie das Königreich Naggaroth begründeten.

Der rachsüchtige Malekith täuschte die Zwerge der Alten Welt, so dass diese zu der Ansicht gelangt, sie wären von Ulthuan angegriffen worden. Der daraus resultierende Krieg des Bartes, wie die Elfen ihn nannten, führte zu vier Jahrhunderten der blutigsten Auseinandersetzung zwischen Elfen und Zwergen und endete mit dem Tod König Caledors II. Sein Nachfolger, Caradryel der Friedensstifter, sah sich nicht in der Lage, sowohl gegen die Zwerge als auch gegen die Dunkelelfen gleichzeitig Krieg zu führen und sorgte für einen Exodus der elfischen Kolonisten in der Alten Welt, der den Großteil der Elfen zurück nach Ulthuan führte. Bis zum heutigen Tage haben die Hochelfen diese Demütigung nicht vergessen.

Im Verlauf des nächsten Jahrtausends waren die Hochelfen so sehr in ihren Konflikt mit Naggaroth verstrickt, dass sie sich nicht mehr um die Belange der Alten Welt kümmerten. Dies endete vor fünf Jahrhunderten, als Finubar, der Seefahrer, Bretonia und das Imperium erneut kontaktierte. Vor dreihundert Jahren wurde Finubar schließlich zum König gekrönt, und die Dunkelelfen fielen erneut über Ulthuan her. Armeen blutrünstiger Chaoskrieger begleiteten sie. Die Helden Teclis und Tyrion besiegten die Horde bei der Schlacht von Finuval und Teclis brach ins Imperium auf, das er als einzige Bastion gegen das Chaos in der Alten Welt ansah. Der elfische Magier half Magnus dem Frommen, den Sieg zu erringen und sorgte dafür, dass die Magieakademien von Altdorf begründet wurden, auf dass die Menschen der Chaoshexerei nie mehr wehrlos gegenüberstehen würden.

Heute ist die Elfenrasse in einem unablässigen Niedergang begriffen. Ihre Zahl wird mit jedem Jahrzehnt der Kriege geringer, doch so lange ein Phönixkönig auf dem Thron sitzt, wird sich ihre Zivilisation niemals ergeben.

Hochelfen im Reikland

Jedes Jahr bringen Schiffe aus Ulthuan exotische Güter über den Reik nach Altdorf. Auf ihnen reisen auch politische Gesandte des Phönixkönigs, um das Bündnis mit dem Imperator zu festigen. Elfenmagier besuchen Altdorf regelmäßig, um sich des Fortschritts der Magieakademien zu vergewissern und elfische Gelehrte und Abenteurer dürsten danach, die uralten Ruinen der aufgegebenen elfischen Kolonien in den Tiefen der Wälder zu untersuchen und dabei nach verlorenen Artefakten zu graben. Obwohl Hochelfen im restlichen Imperium ein wahrlich seltener Anblick sind, ist ihre Anwesenheit im Reikland nichts Ungewöhnliches mehr, obwohl sie natürlich noch immer mit ihrer Anmut und Schönheit überall Ehrfurcht und Erstaunen auslösen.

Hochelfische Charaktere

Um ihre kultivierte Erziehung und ihre reiche Geschichte zu repräsentieren, verfügen hochelfische Charaktere über folgende Rassenmerkmale:

  • Auftreten: Während der Charaktererschaffung kann sich ein Hochelf ein Fokustalent umsonst aussuchen. Dafür muss er keine Erschaffungspunkte aufwenden.
  • Gelehrt: Hochelfen erhalten bei der Charaktererschaffung die Ausbaufertigkeit Bildung umsonst. (Sie erhalten nur die Fertigkeit selbst umsonst, aber keine Trainingsstufe.)
  • Ishas Auserwählter: Während der Charaktererschaffung kann ein Hochelf eine Trainingsstufe in einer der folgenden Grundfertigkeiten kostenlos trainieren: Beobachtung, Disziplin oder Intuition.
  • Nachtsicht: Wenn ein Hochelf unter den Auswirkungen von Dunkelheit oder mangelnder Beleuchtung leidet, werden seiner Würfelzusammenstellung PechwürfelPechwürfel weniger hinzugefügt, als dies normalerweise der Fall wäre.
  • Wundenlimit: 8 + WI.
  • Verderbnislimit: 10 + WI.